Strategien des Cyberfeminismus.

Nach einer Analyse und Kritik bestehender Bedingungen im Internet und anderer Technologien sollten Strategien in Angriff genommen werden, um diese Gegebenheiten zu unterlaufen und umzugestalten. Nur mit engagierter Mithilfe kann eine Bildungspraxis aufgebaut werden, die ihr Anliegen nicht nur in der Aneignung von Informations- und Kommunikationstechnologie sieht, sondern auch in ihrer aktiven (Mit-)Gestaltung.
Dabei kann auf folgende Strategien gesetzt werden:

1. Separatistische Strategien
Die separatistischen Strategien gelten als eine Antwort auf die männliche Dominanz der Technologie und des Internets sowie den geringen Frauenanteil und die damit verbundene inhaltliche Ausrichtung.
Die Zielsetzung dieser Strategie ist, den Frauenanteil im Netz sichtbar zu machen und über themenspezifische Vernetzung technische Hilfen und Möglichkeiten zu vielfältigen Kontakten zu bieten. Zielrichtung: Frauen ans Netz.

2. Ästhetisch- künstlerische Strategien
Ästhetisch- künstlerische Strategien sind der Ausgangspunkt und das Herz cyberfeministischer Politik. So wurde der Begriff des Cyberfeminismus maßgeblich von dem australischen Künstlerinnenkollektiv VNS Matrix geprägt. Es geht bei dieser Strategie zum einen um einen angemessenen Platz der Repräsentation von Frauen im Netz, sowie darum die herrschenden stereotypen Klischees der Netzkultur anzugreifen und ihnen etwas entgegenzusetzen.

3. Unmittelbarkeit als Strategie
Die unmittelbare Strategie zielt auf eine Vernetzung lokaler Projekte und einer damit verbundenen gezielten Mobilisierung der wechselseitige Unterstützung und des Erfahrungsaustausches. Durch eine weltweite Vernetzung werden auch Kontakte in völlig andere Kulturkreise möglich, was eine Bereicherung des Cyberfeminismus sein kann.


Allen Strategien des Cyberfeminismus ist gemeinsam, daß Technologie und Internet weder verteufelt, noch vorbehaltlos bejubelt wird. Es besteht der Anspruch den Cyberfeminismus in der Systematik und dem Einfluß auf heutige Gesellschaftssysteme zu erfassen und für die eigenen Zielsetzungen nutzbar zu machen.

Beim Cyberfeminismus geht es nicht um eine Erweiterung der Natur durch eine Maschine oder Technologie, sondern um die Erweiterung der Techniken, die neben apparativen auch soziale und politische Techniken umfassen.

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Interessante Infos findet man hier auf www.normanbib.org und bei www.risksandresponsibilities.org oder bei www.rettet-die-uni.de im Internet.